Aktuelles:

Viele von Ihnen möchten gerne wissen wie es uns hier in Indien geht. Es war traurig, im März Deepam für unsere Kinder wegen COVID-19 schließen zu müssen. Bis Ende Mai galt in Indien eine totale Ausgangssperre. Nur essentielle Services durften geöffnet sein. Schulen, Universitäten und fast alle Geschäfte und Fabriken waren geschlossen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel, sowie Inlands- und internationale Flüge wurden komplett eingestellt. Wir waren alle angehalten, zu Hause zu bleiben, außer zum Einkaufen von Lebensmitteln, was nur morgens erlaubt war. Inzwischen wurden graduell Industriebetriebe hochgefahren, Läden dürfen wieder öffnen und Restaurants dürfen Take-Away anbieten. Auch gibt es wieder öffentliche Verkehrsmittel und einige Inlandsflüge, mit strengen Sicherheitsauflagen. Schulen, Therapie- und Sporteinrichtungen bleiben geschlossen. In der Öffentlichkeit ist es weiterhin Pflicht Schutzmasken zu tragen und es dürfen sich nicht mehr als 5 Menschen versammeln. Im Juli wurden erste Personen in Auroville und in den umliegenden Dörfern positiv auf COVID-19 getestet. Zum Glück waren nicht viele Kontaktpersonen angesteckt und eine weitläufige Verbreitung konnte bisher verhindert werden. Da nun der Verkehr innerhalb der Bundesstaaten wieder erlaubt ist, ist allerdings ist zu befürchten, dass es bald auch Infizierte in Gegenden gibt, wo es bisher keine Fälle gab.

Da aber viele Menschen in Indien von dem leben, was sie am Tag verdienen, hatten Millionen kein Bargeld zur Verfügung. Die Regierung verteilt zwar einen gewissen Betrag an Reis, Hülsenfrüchten, Öl und Zucker an die ärmsten Haushalte der Bevölkerung, aber kein Gemüse oder Obst. Die Lebensmittelpreise steigen stetig. Zum Glück konnten mittlerweile viele ihre Arbeit wieder aufnehmen, allerdings hat die Arbeitslosigkeit extrem zugenommen.

Wir wissen nicht wann wir Deepam wieder für unsere Kinder öffnen können. In 28 Jahren hatten wir nie so lange geschlossen! Unsere Mitarbeiter stehen mit unseren Kindern und deren Familien in Kontakt und wir helfen mit Lebensmitteln, Medizin und geben einigen Kindern Hausaufgaben. Auf keinen Fall möchten wir unsere Mitarbeiter entlassen – es steckt viel Training und Input dahinter, ein gutes Team aufzubauen. Zum Glück können wir vorerst unseren 11 Mitarbeitern ihr Gehalt überweisen – doch wir werden mit Spendeneinbußen rechnen müssen und freuen uns über jede finanzielle Unterstützung in dieser schwierigen Zeit.

Wir hoffen sehr, dass wir alle gesund und sicher bleiben und das Gleiche wünschen wir Ihnen auch!

Während der lang anhaltenden COVID-19 Pandemie

Hilfe bei Deepam

Hausbesuche bei unseren Kindern in verschiedenen Dörfern

Einige Eltern üben mit ihren Kindern zu Hause