HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

 

Wie viele Kinder betreut ihr bei Deepam?

33 Kinder und Jugendliche nehmen an unserem sonderpädagogischen Ganztagsprogramm teil. Babys und Kleinkinder kommen mit ihren Eltern als ambulante Patienten zur Behandlung, je nach Bedarf von einmal pro Woche bis täglich. Über die Jahre haben wir mit mehreren hundert Kindern und ihren Eltern gearbeitet. Manche kamen nur zur Befundaufnahme und zur Beratung, andere kommen über Jahre hinweg zu uns. Einige besuchen Regelschulen und absolvieren bei uns nur ihre Therapiestunden. Nicht alle Kinder kommen regelmäßig zu Deepam. Wenn sie zu weit entfernt wohnen, können wir leider nur mit Rat helfen. Manche brauchen auch ärztliche Hilfe und wir unterstützen sie für spezielle Untersuchungen, Operationen und Hilfsmittel wie Hörgeräte oder Rollstühle. Manchmal braucht die ganze Familie Unterstützung, und wir helfen bei Ernährung und Anschaffungen, in Ausnahmefällen haben wir auch beim Hausbau geholfen oder für eine Ausbildung oder eine Heimunterbringung. Jedes Kind und seine Familie haben andere Bedürfnisse und wir versuchen ihnen individuell gerecht zu werden.

 

Was wird aus den Heranwachsenden?

Diejenigen, die bessere Fähigkeiten haben, können schrittweise in die Arbeits-Welt draußen integriert werden. Manche finden mit unserer Hilfe einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Die Schwächeren, die meist auch in ihrer geistigen Entwicklung beeinträchtigt sind, sich schlecht konzentrieren können und auch in ihrer Wahrnehmungsfähigkeit und ihren fein-motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sind, sind nicht weiter zu vermitteln. Sie bedürfen ständiger Aufsicht und Unterstützung. Einige von ihnen wirken körperlich reif, haben aber mitunter nur die geistigen Fähigkeiten eines kleinen Kindes. Trotzdem müssen sie anders behandelt werden als die Kleineren. Einige von ihnen sind bereits seit Beginn des Projekts bei uns und haben große Fortschritte gemacht. Es ist unmöglich sie weg zu schicken, weil es zuhause wenig Unterstützung gibt und sie auf der Straße enden würden. Wir behalten sie bei Deepam im Ganztagsprogramm und alle von ihnen haben kleine Aufgaben und Pflichten. Seit einigen Jahren haben wir damit experimentiert Schwimmkerzen und Grußkarten herzustellen. Auch dazu benötigt man gute fein-motorische Fähigkeiten, die wenige von ihnen besitzen. In Zukunft wollen wir das handwerkliche Programm für diese Älteren mehr ausbauen, wofür wir passende Räume und mehr ausgebildete Mitarbeiter benötigen. Dafür müssen auch mehr Geldmittel aufgebracht werden.

2014/15 haben wir über mehrere Monate hinweg 2000 große Holzbausteine in verschiedenen Formen und Größen hergestellt. Vorübergehend hatten wir einen Schreiner angestellt, der das Holz ausgesucht, zugesägt und vorbereitet hat. Unsere “Lehrlinge” waren in Kleingruppen aufgeteilt, die Bausteine mit Sandpapier geschliffen und gewachst haben. Mit diesem Projekt konnten wir den Jugendlichen und den Erwachsenen ein Training bieten. Auf das Ergebnis, die exzellente Qualität und die Verarbeitung sind wir sehr stolz. Gleichzeitig haben wir nun einzigartige Spielklötze, die unsere Kinder auf Jahre hinaus Freude machen werden. Die Klötze laden ein damit zu spielen und unsere Kinder kreieren damit erstaunliche Bauwerke.

Wie finanziert sich Deepam?
Wir finanzieren uns rein aus Spenden, zum größten Teil von Privatspendern und einigen kleineren Organisationen. Unser Budget steigt, umso mehr wir wachsen. Neue Schritte haben wir nur dann gemacht, wenn wir sie auch finanziell absichern konnten. In den letzten Jahren sind in Indien die Preise für essentielle Güter enorm gestiegen. Deshalb steigen auch unsere monatlichen Ausgaben, beispielsweise müssen wir die Löhne der Mitarbeiter erhöhen, damit sie mit der Teuerung der Lebenshaltungskosten zurecht kommen.